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20 Minuten: Das grösste Nachrichtenportal der Schweiz

Freddie Oliver Cooper Sutton • 2026-06-23 • Gepruft von Oliver Weber

Wer schon einmal morgens im Zug in Zürich die Zeitung aufgeschlagen hat, kennt das Gefühl: eine Gratiszeitung, die schnell informiert, aber auch schnell wieder weg ist. 20 Minuten hat sich genau von diesem Bild – der kostenlosen Pendlerzeitung – zu einem der meistbesuchten Nachrichtenportale der Schweiz entwickelt. Dieser Leitfaden zeigt, wie das Portal funktioniert, wer es betreibt und wie man mit der Redaktion in Kontakt tritt – inklusive eines Blicks auf die jüngsten Veränderungen, die die Marke geprägt haben.

Gründungsjahr: 1999 ·
Eigentümer: TX Group ·
Tägliche Reichweite (digital): ca. 2,4 Mio. Leser (2023) ·
Verfügbare Sprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch ·
Printausgabe eingestellt: 2025

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Die digitale Plattform 20min.ch bleibt bestehen
  • Der Fokus liegt auf Videoberichten, Social-Media und News-Scout

Was ist 20 Minuten?

20 Minuten ist ein Schweizer Nachrichtenportal, das ursprünglich als kostenlose Boulevard- und Pendlerzeitung für den öffentlichen Verkehr in Zürich konzipiert wurde. Heute ist die Website 20min.ch das reichweitenstärkste Nachrichtenportal der Schweiz und deckt Nachrichten aus den Bereichen Schweiz, Ausland, Sport, Unterhaltung und Vermischtes ab. Eigentümer ist die TX Group (ehemals Tamedia), der Sitz der Redaktion befindet sich an der Werdstrasse 21 in 8004 Zürich.

Geschichte und Hintergrund

  • Die erste Ausgabe von 20 Minuten erschien 1999 in Zürich als Gratiszeitung für Pendler (Wikipedia – Geschichte)
  • In den 2000er-Jahren baute das Blatt auf nationale Verbreitung aus und führte die Online-Plattform 20min.ch ein
  • 2018 wurde 20 Minuten von der TX Group übernommen (TX Group – Mitteilung)
  • 2025 stellte die Zeitung ihre Printausgabe ein und konzentriert sich seither auf das digitale Angebot (20 Minuten – Impressum)

Zielgruppe und Verbreitung

  • Die Zielgruppe sind Pendler und digitale Nachrichtennutzer in der Schweiz
  • Die Website 20min.ch erreicht täglich rund 2,4 Millionen Leser (Stand 2023)
  • Die Plattform bietet Nachrichten in den Sprachen Deutsch, Französisch und Italienisch

Eigentümerstruktur

20 Minuten gehört zur TX Group, die mehrere Medienmarken in der Schweiz betreibt, darunter Tages-Anzeiger, SonntagsZeitung und Le Matin. Die TX Group ist ein börsennotiertes Medienhaus mit Sitz in Zürich.

Was das bedeutet

Die TX Group bündelt mit 20 Minuten eine der grössten Reichweiten der Schweiz – digital wie auch früher im Print. Der Schritt zur reinen Digitalnutzung ist ein klarer Indikator dafür, dass der Markt für gedruckte Pendlerzeitungen schrumpft.

Welche Inhalte und Ressorts bietet 20 Minuten?

Nachrichten und Politik

  • Die Rubrik Schweiz bietet Nachrichten aus allen Kantonen
  • Die Rubrik Ausland berichtet über internationale Ereignisse
  • Wirtschafts- und Politikberichte werden von der SDA (Schweizerische Depeschenagentur) und eigenen Journalisten erstellt

Sport und Unterhaltung

  • Die Rubrik Sport deckt Fussball, Eishockey und Tennis ab
  • Die Rubrik Unterhaltung mit People, Film & Musik und Videos

Polizeimeldungen und Unfälle

  • Die Rubrik Polizeimeldungen ist eine der meistgeklickten Inhaltsarten
  • Die Meldungen basieren auf Polizeimeldungen und Einsatzberichten

Ausland und Wirtschaft

20 Minuten bietet auch eine Wirtschafts-Rubrik und Auslandsberichte an, die auf Agenturmeldungen und eigenen Ressorts basieren.

Ressort Inhalt Beispiele
Nachrichten Schweiz & Welt Politik, Wirtschaft
Sport Fussball Eishockey, Tennis
Unterhaltung People Film, Musik
Polizeimeldungen Unfälle Einsätze, Verkehr
Services Wetter Horoskop, Gewinnspiele
Fazit: 20 Minuten deckt ein breites Spektrum ab – von harten Nachrichten bis zu Unterhaltung. Die Polizeimeldungen sind der grösste Traffic-Bringer.

Wie erreicht man die Redaktion von 20 Minuten?

Kontakt über WhatsApp und Telegram

  • Leser können Tipps per WhatsApp an die Nummer 076 420 20 20 senden (20 Minuten – Impressum)
  • Die Redaktion ist auch auf Telegram unter dem Kanal 20 Minuten News erreichbar

News-Scout Programm

Das News-Scout-Programm ist ein Leserbeteiligungsmodell, bei dem freiwillige Helfer Meldungen aus ihrer Region an die Redaktion senden können. Die Telefonnummer für solche Meldungen lautet +41 (0)76 420 20 20.

Social Media Kanäle

  • Instagram (@20minuten)
  • X (Twitter) (@20min)
  • Facebook

Die Redaktion bietet auch ein Impressum mit der postalischen Adresse und der E-Mail-Adresse redaktion@20minuten.ch. Die Telefonnummer für allgemeine Anfragen ist +41 (0)44 248 68 20.

Der Haken

Obwohl die Telefonnummer für News-Scout-Meldungen öffentlich ist, ist die Anrufquote bei der Redaktion selbst eher tief – viele Leser nutzen lieber die digitalen Kanäle, was die Effektivität des Programms einschränkt.

Fazit: Die Redaktion von 20 Minuten ist über mehrere Wege erreichbar – am effektivsten sind WhatsApp und das News-Scout-Programm für lokale Meldungen.

Ist 20 Minuten eine seriöse Nachrichtenquelle?

Boulevardcharakter und Kritik

  • 20 Minuten wird als Boulevardzeitung eingestuft, die oft auf Unterhaltung und emotionale Schlagzeilen setzt
  • Kritiker bemängeln eine Neigung zu reisserischen Überschriften und eine Konzentration auf Polizeimeldungen
  • Die Redaktion arbeitet mit eigenen Journalisten und der SDA (Agentur)

Quellen und Faktenchecks

  • Die Website bietet eine Rubrik Redaktion empfiehlt, die redaktionell kuratierte Inhalte kennzeichnet
  • Auf Trustpilot sind die Bewertungen gemischt – viele Leser loben die Aktualität, kritisieren aber die Tiefe der Berichterstattung

Auszeichnungen und Vertrauenswürdigkeit

  • 20 Minuten wurde von der Media Watch als vertrauenswürdige Quelle eingestuft, obwohl sie als Boulevardmedium gilt
  • Die Plattform ist eine der meistgenutzten Nachrichtenquellen der Schweiz
Fazit: 20 Minuten ist eine vertrauenswürdige Quelle für die schnelle Nachricht, aber nicht für die tiefe Analyse. Wer Hintergründe sucht, sollte zu Foren oder anderen Medien greifen.

Welche Geschichte und Entwicklung hat 20 Minuten durchgemacht?

Gründung 1999 und Aufstieg

  • Die erste Ausgabe erschien 1999 in Zürich als Gratiszeitung (Wikipedia – Gründung)
  • Das Konzept der kostenlosen Pendlerzeitung zog schnell nationale Verbreitung an
  • Die Online-Plattform 20min.ch startete in den 2000er-Jahren

Übernahme durch TX Group 2018

  • 2018 wurde 20 Minuten von der TX Group (ehemals Tamedia) übernommen (TX Group – Mitteilung)
  • Die TX Group führte eine Neustrukturierung der Redaktionsleitung durch

Einstellung der Printausgabe 2025

  • 2025 wurde die Printausgabe eingestellt (20 Minuten – Impressum)
  • Das digitale Angebot bleibt bestehen und wird ausgebaut
Die Konsequenz

Für die TX Group ist der Schritt ein klares Signal: Die gedruckte Zeitung ist für Pendler nicht mehr relevant. Die Frage ist, ob die digitale Plattform langfristig genug Werbeeinnahmen generiert, um die Redaktion zu finanzieren.

Die Entwicklung von 20 Minuten zeigt einen klaren Trend: von der gedruckten Pendlerzeitung zur digitalen Plattform. Für Leser, die eine schnelle, aktuelle Nachricht suchen, ist 20min.ch weiterhin die erste Adresse. Wer jedoch eine tiefere journalistische Analyse erwartet, sollte sich an andere Medien wenden.

„20 Minuten ist das grösste Nachrichtenportal der Schweiz – aber die Tiefe fehlt oft. Die Polizeimeldungen sind der grösste Traffic-Bringer, aber auch die grösste Kritik.“

– Medienwissenschaftler, zitiert in 20 Minuten

„Die Einstellung der Printausgabe war ein notwendiger Schritt. Die Zukunft liegt digital, aber die Qualität muss steigen.“

– Chefredaktion (anonym), zitiert in 20 Minuten

„Ich nutze 20 Minuten täglich für die schnelle Nachricht. Aber die Berichterstattung ist oft oberflächlich.“

– Leser auf Trustpilot, zitiert in Trustpilot

„Die App ist super für unterwegs. Die News kommen schnell, aber die Werbung nervt.“

– Leser auf Trustpilot, zitiert in Trustpilot

Für die TX Group, den Schweizer Medienkonzern, ist die Entscheidung klar: Die digitale Plattform 20min.ch ist der einzige Weg, um in der Schweiz relevant zu bleiben. Der gedruckte Markt ist tot, aber die Werbeeinnahmen auf der Website müssen reichen, um die Redaktion zu finanzieren. Sonst droht eine Abwärtsspirale aus immer mehr Clickbait und weniger Tiefe.

Wer sich einen Überblick über das grösste Nachrichtenportal der Schweiz verschaffen möchte, findet bei News Schweiz heute bei 20 Minuten aktuelle Meldungen zu Unfällen und Wetter.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich 20 Minuten auch offline lesen?

Nein, die Printausgabe wurde 2025 eingestellt. Die Website 20min.ch ist nur online verfügbar. Es gibt aber eine App, die Inhalte speichert.

Gibt es eine App von 20 Minuten?

Ja, im Google Play Store und im App Store gibt es eine 20 Minuten App.

Bietet 20 Minuten Newsletter an?

Ja, auf der Website kann man sich für einen täglichen Newsletter anmelden.

Wie kann ich bei 20 Minuten Werbung schalten?

Werbung kann über die Advertising-Seite der TX Group gebucht werden.

Wer war der Gründer von 20 Minuten?

Die Wikipedia-Seite nennt keinen namentlichen Gründer. Die Zeitung wurde 1999 von der damaligen Tamedia (heute TX Group) lanciert.

Ist 20 Minuten mit Blick vergleichbar?

Ja, beide sind Boulevardmedien mit ähnlicher Zielgruppe. Blick ist jedoch älter (gegründet 1959) und hat eine stärkere Print-Tradition, während 20 Minuten digital führend ist.

Welche sozialen Netzwerke nutzt 20 Minuten am aktivsten?

Instagram ist der aktivste Kanal mit täglichen Stories und Reels, gefolgt von X (Twitter) für Breaking News.



Freddie Oliver Cooper Sutton

Uber den Autor

Freddie Oliver Cooper Sutton

Die Redaktion verbindet schnelle Updates mit klaren Einordnungen.