Albert Ankers Genrebilder von Kindern und Bauern gehören zu den meistgeschätzten Werken der Schweizer Kunstgeschichte – und erzielen auf Auktionen Preise, die selbst Experten überraschen. Sein teuerstes je versteigertes Gemälde „Turnstunde in Ins” wechselte im Dezember 2011 für 7.495.000 Franken den Besitzer. Dieser Rekord wurde seither nicht übertroffen.

Rekordpreis Anker-Gemälde: 7,5 Millionen CHF (2011) · Zweiter Rekord: 7,38 Millionen CHF (Juni 2011) · Dritter Höchstpreis: 4,2 Millionen CHF (2015)

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
  • Weltrekord: 7.495.000 CHF für „Turnstunde in Ins” (Koller Auktionen, 9. Dezember 2011, Koller Auktionen)
  • Zweithöchster Preis: 7.380.000 CHF für „Die ältere Schwester” (Koller Auktionen, 24. Juni 2011, Koller Auktionen)
  • Beide Werke von Schweizer Sammlern erworben (Tages-Anzeiger)
2Was unklar ist
  • Gesamtzahl der von Anker geschaffenen Werke
  • Identität der Käufer bei Rekordverkäufen
  • Aktuelle Marktentwicklung nach 2022
3Zeitleisten-Signal
  • Juni 2011: Erster Rekord bei Koller (7,38 Mio CHF)
  • Dezember 2011: Weltrekord (7,495 Mio CHF)
  • Seither rückläufige Preise bei Koller
4Wie es weitergeht
  • Schweizer Auktionshäuser bleiben relevante Marktplätze
  • Preise für Anker-Werke unter 3 Mio CHF weiterhin stabil
  • Internationale Verkäufe außerhalb Schweiz bleiben selten

Was kostet ein Bild von Albert Anker?

Die Preisspanne für Anker-Werke ist enorm. Während Meisterwerke bei Koller Auktionen in Zürich über drei Millionen Franken erzielen, bleiben einzelne Werke bei kleineren Auktionshäusern deutlich unter dieser Schwelle. Das Auktionshaus Koller hat sich als führende Plattform für Schweizer Kunst etabliert und verzeichnet regelmäßig die höchsten Erlöse für Anker-Gemälde.

Aktuelle Auktionspreise

Bei Lempertz in Deutschland erzielte „Mädchen, ein Buch betrachtend” zuletzt 48.800 Euro – ein Bruchteil der Schweizer Rekorde. BBW Auktionen verzeichnete für „Bildnis eines Knaben mit Hut” immerhin 608.000 CHF. Diese regionalen Unterschiede zeigen: Für Anker-Werke zahlen Sammler in der Schweiz signifikant mehr als im Ausland.

Warum die Schweiz?

Die starke Nachfrage nach Schweizer Kunst im Inland treibt die Preise in Zürich und Bern nach oben. Koller Auktionen gilt als Marktführer für diese Nische.

Historische Rekorde

Sechs Anker-Werke überschritten bei Koller die Drei-Millionen-Grenze. Neben den beiden Rekordverkäufen von 2011 erzielten auch „Winzerfest” (4,2 Mio CHF, 2015) und weitere Hauptwerke Millionensummen. Der Gesamtumsatz mit Anker-Gemälden bei Koller liegt bei über 20 Millionen Franken.

Preisquelle

Alle Koller-Preise verstehen sich inklusive Aufgeld und wurden direkt vom Auktionshaus dokumentiert.

Was ist das teuerste Bild von Albert Anker?

Mit 7.495.000 CHF bleibt „Turnstunde in Ins” das teuerste je versteigerte Anker-Gemälde. Das Werk wurde am 9. Dezember 2011 bei Koller Auktionen in Zürich verkauft (Los 3012). Es zeigt eine Schulklasse bei sportlichen Übungen – ein typisches Sujet Ankers, das seine Vorliebe für Genreszenen aus dem ländlichen Leben widerspiegelt.

Turnstunde in Ins

Das Gemälde aus dem Jahr 1889 gehört zu Ankers großformatigen Arbeiten. Die Berner Zeitung bezeichnete es als Ausnahmewerk, das die Qualitäten des Künstlers auf höchstem Niveau vereint. Ein Schweizer Sammler sicherte sich das Werk für einen Preis, der weit über den Erwartungen lag.

Die ältere Schwester

Nur sechs Monate vor dem Weltrekord hatte „Die ältere Schwester” (1889) bei Koller 7.380.000 CHF erzielt. Auktionator Cyril Koller kommentierte den Verkauf: „Dass wir mit ‚Der älteren Schwester’ ein Ausnahmewerk von Albert Anker anbieten durften, wussten wir, und dass es nun den neuen Rekord für diesen Künstler erzielte, ist phantastisch.” Das Gemälde zeigt ein junge Frau in nachdenklicher Pose.

„Dass wir mit ‚Der älteren Schwester’ ein Ausnahmewerk von Albert Anker anbieten durften, wussten wir, und dass es nun den neuen Rekord für diesen Künstler erzielte, ist phantastisch.”

— Cyril Koller, Auktionator bei Koller Auktionen, zitiert nach Berner Zeitung

Koller Auktionen erzielte mit Schweizer Kunst in jener Woche einen Gesamtumsatz von 12 Millionen CHF, wie die Südostschweiz berichtete.

Wie viele Bilder hat Albert Anker gemalt?

Albert Anker schuf ein umfangreiches Œuvre, das über 300 Gemälde umfasst. Sein Werk umfasst hauptsächlich Genrebilder, Porträts und Darstellungen ländlichen Lebens. Der 1831 in Ins geborene Künstler studierte in Paris und wurde 1866 mit einer goldenen Medaille beim Pariser Salon ausgezeichnet – eine internationale Anerkennung, die seine Stellung in der Kunstwelt festigte.

Gesamtes Œuvre

Ankers Werk verzeichnete einen bemerkenswerten internationalen Erfolg. Neben Schweizer Sammlern waren seine Gemälde auch in europäischen und amerikanischen Sammlungen vertreten. Die Vielfalt seiner Themen – von Kinderporträts bis zu Szenen bäuerlichen Lebens – trug zu seiner anhaltenden Beliebtheit bei.

Bekannte Werke

Neben den Rekordwerken zählen „Mädchen mit roter Haube” (1866, 1,4 Mio CHF) und das „Bildnis Emilie Weiss” (1874, 231.040 CHF bei BBW) zu den bekanntesten Arbeiten. Letzteres Beispiel illustriert die erheblichen Preisunterschiede je nach Werkqualität und Auktionshaus.

Was ist das teuerste Kunstwerk auf Auktion?

Im globalen Vergleich sind Ankers Rekordpreise bescheiden. Leonardo da Vincis „Salvator Mundi” erzielte 2017 stolze 400 Millionen US-Dollar – weit über 500-mal mehr als der Anker-Rekord. Selbst Pablo Picassos und Vincent van Goghs Werke übertreffen den Schweizer Maler um ein Vielfaches.

Salvator Mundi

Das angebliche Leonardo-Werk wurde in einer spektakulären Auktion bei Christie’s in New York verkauft. Der Kaufpreis von 400 Millionen USD überstieg alle vorherigen Auktionsrekorde und zeigt die extreme Wertschätzung für vermeintliche Renaissance-Meisterwerke.

Vergleich mit Anker

Albert Anker gehört zu den teuersten Schweizer Künstlern, doch im internationalen Kontext bleibt er eine Nische. Die Gründe liegen in der begrenzten internationalen Bekanntheit und der Fokussierung auf Genremalerei, die im globalen Kunstmarkt weniger gefragt ist als Avantgarde oder Impressionismus.

Marktposition

Anker ist der teuerste Schweizer Maler im Auktionsmarkt – Rekorde über 7 Mio CHF sind in dieser Kategorie einzigartig.

Albert Anker Werke verkaufen und Preise?

Wer ein Anker-Werk veräußern möchte, sollte die Wahl des Auktionshauses sorgfältig bedenken. Koller Auktionen in Zürich bleibt die bevorzugte Plattform für hochwertige Schweizer Kunst. Für kleinere Werke oder niedrigere Preiserwartungen kommen auch BBW Auktionen oder internationale Häuser in Frage.

Auktionshäuser

Koller Auktionen hat sich als Marktführer für Schweizer Kunst etabliert. Das Haus verzeichnete mit Anker-Werken wiederholt Rekordpreise. Galerie Fischer in Luzern und Lempertz in Deutschland sind alternative Optionen, erzielen jedoch typischerweise niedrigere Ergebnisse.

Wertbestimmung

Für die Wertermittlung sind Zustand, Provenienz und Thema entscheidend. Porträts und großformatige Genreszenen erzielen höhere Preise als kleinformatige Landschaften. Die Dokumentation im Auktionskatalog von Koller bietet eine zuverlässige Orientierungshilfe.

Anlegertipp

Für Käufer mit geringerem Budget: Auch Werke unter 100.000 CHF können solide Anlagen sein, besonders wenn sie dokumentierte Provenienz besitzen.

Zeitleiste der Rekordpreise

Drei Datenpunkte prägen die Anker-Rekordgeschichte: zwei Rekordverkäufe im Jahr 2011 und ein Rückgang in den Folgejahren.

Datum Ereignis Quelle
1866 Goldene Medaille beim Pariser Salon Koller Auktionen
4. Dezember 2009 Erste Millionenmarke: 3.355.000 CHF (Los 3019) Koller Auktionen
24. Juni 2011 Rekord: 7.380.000 CHF – „Die ältere Schwester” (Los 3024) Koller Auktionen
9. Dezember 2011 Weltrekord: 7.495.000 CHF – „Turnstunde in Ins” (Los 3012) Koller Auktionen
7. Dezember 2012 3.815.000 CHF (Los 3016) Koller Auktionen
3. Dezember 2021 1.983.300 CHF (Los A199) Koller Auktionen
2. Dezember 2022 1.753.300 CHF (Los A203) Koller Auktionen

Klarheit und Unsicherheiten

Bestätigte Fakten

  • Rekordpreise aus Nachrichtenquellen verifiziert
  • Auktionsdaten von 2009 bis 2022 dokumentiert
  • Koller Auktionen als Primärquelle für Preisangaben
  • Beide Rekordwerke von Schweizer Sammlern erworben

Was unklar bleibt

  • Gesamtzahl der von Anker geschaffenen Bilder
  • Aktuelle Marktentwicklung nach 2022
  • Identität der Käufer bei Rekordverkäufen
  • Internationale Auktionsrekorde außerhalb Schweiz unvollständig

Stimmen zum Anker-Rekord

„Dass wir mit ‚Der älteren Schwester’ ein Ausnahmewerk von Albert Anker anbieten durften, wussten wir, und dass es nun den neuen Rekord für diesen Künstler erzielte, ist phantastisch.”

— Cyril Koller, Auktionator bei Koller Auktionen, zitiert nach Berner Zeitung

Fazit: Albert Ankers Rekordpreise sind eine Nische im Schweizer Kunstmarkt – außerordentlich für Schweizer Verhältnisse, bescheiden im globalen Vergleich. Für Käufer in der Schweiz bleibt Koller Auktionen die bevorzugte Plattform. Wer ein Anker-Werk besitzt und verkaufen möchte, sollte die Marktentwicklung seit 2012 berücksichtigen: Die Preise für hochwertige Werke sind stabil, aber der Rekord von 7,495 Millionen Franken wurde seither nicht übertroffen.

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Häufig gestellte Fragen

Welche Auktionshäuser verkaufen Anker-Bilder?

Koller Auktionen in Zürich ist das führende Haus für Schweizer Kunst und Anker-Werke. BBW Auktionen bieten ebenfalls Anker an, erzielen jedoch niedrigere Preise. Lempertz in Deutschland ist eine Option für internationale Verkäufe.

Wie wird der Wert eines Anker-Gemäldes geschätzt?

Maßgeblich sind Zustand, Provenienz, Format und Motiv. Großformatige Porträts und Genreszenen erzielen höhere Preise. Auktionskataloge von Koller bieten Vergleichsdaten.

Gibt es ein Albert Anker Museum?

Das Centre Albert Anker in Ins widmet sich dem Leben und Werk des Künstlers. Der Geburtsort Ankers beherbergt eine permanente Ausstellung seiner Arbeiten.

Was ist das Centre Albert Anker?

Das Centre Albert Anker ist ein Museum in Ankers Geburtsort Ins, das eine umfassende Sammlung seiner Gemälde und Zeichnungen präsentiert. Es dient als wichtige Anlaufstelle für Forscher und Kunstinteressierte.

Sind Anker-Bilder eine gute Investition?

Anker-Werke gelten als stabile Anlage mit moderaten Renditen. Die Preise für Qualitätswerke blieben über Jahrzehnte stabil. Wie bei jeder Kunstinvestition gilt: Qualität und Provenienz entscheiden über den langfristigen Wert.

Wer sind die Top-Käufer von Anker-Werken?

Schweizer Sammler dominieren den Markt. Die Identitäten der Käufer bei Rekordverkäufen wurden nicht öffentlich gemacht – typisch für den Kunstmarkt, wo Vertraulichkeit üblich ist.

Wie vergleicht sich Anker mit internationalen Künstlern?

Im globalen Kunstmarkt ist Anker eine Nische. Seine Rekorde von über 7 Millionen Franken sind für Schweizer Verhältnisse außerordentlich, liegen aber weit unter den Milliardenerlösen für Impressionisten oder Old Masters.